Der Zuschlag beträgt 100 Prozent. Damit klettert die Gebühr von fünf Euro für „Frühbucher“ auf zehn Euro für „Last-Minute-Entscheider“. Fällig wird die Gebühr dennoch nur für diejenigen Venedig-Touristen, die in der Lagunenstadt nicht übernachten und die Lagunenstadt an den eintrittspflichtigen Tagen in der Zeit von 8.30 Uhr und 16 Uhr besichtigen wollen. Reisende, die mindestens eine Übernachtung gebucht haben, müssen nichts bezahlen. Für sie bleibt es bei der bewährten Kurtaxe. Ausgenommen davon sind neben Einheimischen Kinder unter 14 Jahren. Die eintrittspflichtigen Tage im Jahr 2025 sind:

  • 18. bis 30. April
  • 1. bis 4., 9. bis 11., 16. bis 18., 23. bis 25. sowie 30. & 31. Mai
  • 1. & 2. 6. bis 8., 13. bis 15., 20. bis 22 und 27. bis 29. Juni
  • 4. bis 6., 11. bis 13., 18. bis 20. und 25. bis 27. Juli

 

Neues Bezahlportal

Venedig stellt Tagesbesuchern ein eigenes Bezahlportal für die Gebührenentrichtung zur Verfügung. Nach der Bezahlung können sich die Gäste einen QR-Code aufs Handy laden. Wer bei Kontrollen ohne Code erwischt wird, muss bis zu 300 Euro „Strafe“ berappen. Die deutschsprachige Version des Portals ist hier zu finden.

Im vergangenen, ersten Jahr der Gebührenerhebung gelang es Venedig, über 2,4 Millionen Euro mit Tagestouristen zu verdienen. Dabei war die Gebühr 2024 nur testweise an insgesamt 29 Tagen erhoben worden. 485.000 Besucher hatten sie gezahlt.

Das Verbot von Reisegruppen mit mehr als 25 Teilnehmern plus Reiseführer wird weiterhin aufrechterhalten. Auf den Inseln Burano, Murano und Torcello dürfen bei Führungen keine Lautsprecher mehr eingesetzt werden. Reisegruppen dürfen auf den Brücken und in den Gassen Venedigs auch nicht mehr anhalten, um dem Reiseführer zu lauschen. Solche „Versammlungen“ will die Stadt künftig nicht mehr tolerieren.