„Die mobility move steht für einen Wandel, den wir als Branche gemeinsam gestalten müssen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann anlässlich der Eröffnung der mobility move am Vormittag. Man führe in diesen Tagen in Deutschland die Debatten, die die Mobilität der Zukunft prägten, wobei der öffentliche Verkehr kein Luxus, sondern zentrale Daseinsvorsorge sei. Rund 100 Aussteller und 150 Referenten wollen die Veranstaltung für Austausch und Diskussion nutzen.

2025 stehe die mobility move im Zeichen von Transformation, so die Verantwortlichen. Im Rahmen der Themenschwerpunkte Personal, Autonomes Fahren, Digitalisierung im Vertrieb und Infrastruktur sollen Herausforderungen und mögliche Lösungen erörtert werden. Der Bund habe ein historisches Finanzpaket auf den Weg gebracht, betonte Wortmann und wies darauf hin, dass ein neuer Koalitionsvertrag auch den öffentlichen Verkehr starken müsse. Dabei würden zugleich die Haushaltsmittel knapper, ein „Verteilungskampf“ sei im Gange. Die Verkehrsunternehmen blieben Treiber einer klimafreundlichen Mobilität, vermissten aber langfristige Verlässlichkeit, was zur Folge habe, dass der gegenwärtige tiefgreifende Wandel ohne klare Perspektive nicht zu bewältigen sei.

 

Internationalen Leitmarkt für autonome Fahrzeuge schaffen

Dem Mangel an Fahrpersonal, Ingenieuren und IT-Fachkräften begegnet die mobility move mit Programmteilen zur Personalgewinnung. Erst jüngst hatten VDV und die Gewerkschaft Verdi ein „gemeinsames Zielbild für den ÖPNV bis 2035“ vorgelegt, das im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden soll. 20.000 Busfahrer könnten sofort eingestellt werden, heißt es.

Ebenfalls gewinne das Autonome Fahren im öffentlichen Verkehr an strategischer Bedeutung. So fordert der VDV eine „konsequente Ausrichtung SAE Level vier“. Für einen Markthochlauf der bereits jetzt verfügbaren Shuttles brauche es „Rückenwind aus Berlin“, damit ein „internationaler Leitmarkt Made in Germany“ entstehe, so Wortmann. „Jeder Euro, der in autonome ÖPNV-Flotten investiert wird, stärkt die deutsche Fahrzeugindustrie durch Know-how-Aufbau und neue Produktionskapazitäten​. Wir sehen im ÖPNV den zentralen Innovationstreiber für das Autonome Fahren in Deutschland“, meint der VDV-Präsident.

Die mobility move 2025 ist die nunmehr 16. Ausgabe der Veranstaltung, die vom Forum für Verkehr und Logistik gemeinsam mit der VDV-Akademie als Initiative von VDV und DEVK organisiert wird.