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Geschäftsführerin der Mainau GmbH

Bettina Gräfin Bernadotte wurde am 12. März 1974 in Scherzingen, Schweiz, geboren. Sie wuchs auf dem Schloss der Insel Mainau auf und besuchte die Grundschule in Konstanz-Litzelstetten sowie das Ellenrieder-Gymnasium in Konstanz. Ihre Leidenschaft für Kunst und Fremdsprachen führten die junge Gräfin dann nach Madrid, wo sie ein Studium der Kunstgeschichte begann sowie Praktika am Nationalmuseum in Stockholm und als Restauratorin in Konstanz absolvierte. Für ihre berufliche Zukunft wollte sie jedoch mehr Kontakt mit Menschen. Also studierte sie von 1996 bis 1999 Betriebswirtschaftslehre und machte ihren Abschluss als Diplom-Betriebswirtin (BA), Fachrichtung Tourismusbetriebswirtschaft. Die begleitende praktische Ausbildung absolvierte Bettina Bernadotte im Europa-Park Rust.

Die Blumeninsel Mainau und damit den elterlichen Betrieb lernte die Gräfin im Laufe der Jahre bei der Unternehmensberatung Stremler Consultants, die u.a. die Insel Mainau beriet, aus anderer Sicht kennen. Voller Tatendrang und fasziniert von dem Gedanken, die Blumeninsel in Zukunft mitzugestalten, begann sie in 2002 ihre Tätigkeit in der Mainau GmbH. Als persönliche Assistentin ihrer Mutter Sonja Gräfin Bernadotte, der damaligen Geschäftsführerin der Mainau GmbH, konnte sie sich Schritt für Schritt auf ihre künftige Aufgabe vorbereiten, die sie dann 2007 übernahm.
Neben ihren Aufgaben als Geschäftsführerin der Mainau GmbH ist Bettina Gräfin Bernadotte auch vielfältig ehrenamtlich engagiert. Seit 2008 ist sie Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, ein Ehrenamt, mit dem sie die Nachfolge ihrer Eltern antrat. Im Jahr 2013 initiierte sie das Projekt Europa Minigärtner. Darüber hinaus ist sie u.a. Mitglied im Verwaltungsrat der Universität Hohenheim. Bettina Gräfin Bernadotte ist verheiratet mit Philipp Haug und hat drei Kinder.

Bettina Gräfin Bernadotte

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Als Kind wollte ich Flugbegleiterin werden und die Welt kennenlernen.

Was haben Sie in der Schule für das Leben gelernt?

Ich habe gelernt, dass es keine Lösung ist, etwas, mit dem man Mühe hat, aus dem Weg zu gehen. Mir fiel es beispielsweise schwer, auf Französisch zu schreiben, da viele Buchstaben zwar geschrieben, jedoch nicht gesprochen werden. Man muss diesen Dingen eben besondere Aufmerksamkeit schenken.

Was war das größte schulische Drama für Sie?

Da fällt mir keine bestimmte Situation ein. Sicherlich hat es aber den einen oder anderen Moment gegeben, in dem ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe.

Haben Sie als Schüler gemogelt?

Auch ich habe mal in meiner Schulzeit einen Spickzettel geschrieben. Im Endeffekt sind Spickzettel eine wunderbare Art der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit und man benötigt sie für die Prüfung nicht mehr.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Generell Sprachen und Kunst. Nach meiner Schulzeit war ich für einige Zeit unter anderem in Spanien und Italien.

Auf welche außerschulische Leistung sind Sie besonders stolz?

Ich habe im Schulorchester mitgespielt und wir waren zwei Mal auf Konzertreise – in Richmond in England und in Tábor in Ungarn.

Wer hat Sie am meisten gefördert?

Zum Beispiel meine Französischlehrerin, die mich motiviert hat, mich intensiv mit der Sprache und der französischen Rechtschreibung zu beschäftigen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Am meisten schätze ich, dass ich täglich mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenkomme und zusammenarbeite.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bezeichnen?

Als größten Erfolg in meinem bisherigen Berufsleben würde ich den erfolgreich abgeschlossenen Generationenwechsel auf der Insel Mainau sehen.

Ihr erstes Bewerbungsgespräch: Woran erinnern Sie sich noch?

Ich wurde mit einer für mich ungewohnten Fragestellung konfrontiert, auf die ich mich nicht wirklich vorbereitet hatte. Man fragte mich danach, wie ich mir meine Tätigkeit vorstelle.

Wie halten Sie sich fit?

Ich versuche Bewegung in den Alltag einzubauen und komme, wenn möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit auf die Mainau. Darüber hinaus gehe ich gerne klettern.

Welche Dinge verbinden Sie mit dem Wort Omnibus?

Da denke ich vor allem an den Schüleraustausch mit unserer französischen Partnerstadt. Mir ist bewusst geworden, was hinter dem Spruch der Weg ist das Ziel steckt. Diese lange Fahrt und Zeit, die man dabei zusammen verbracht hat, hat ein ganz besonderes Teamgefühl hervorgerufen.

Wo haben Sie Ihren letzten Urlaub verbracht?

In meiner zweiten Heimat Schweden. Wir haben in diesem Jahr die Westküste besucht.

Welches sind die drei wichtigsten Gründe für Erfolg im Leben?

Aus meiner Sicht ist es wichtig, stets konstruktiv nach vorne zu blicken und immer mit ganzem Herzen bei dem zu sein, was man gerade tut. Es bringt nichts ständig zu denken, dass man in einer Situation eigentlich an etwas anderem arbeiten beziehungsweise irgendwo anders sein sollte.

Was sind die drei wichtigsten Tugenden eines Vorgesetzten?

Er sollte die Rahmenbedingungen so setzen, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stärken optimal einsetzen können.

Wer ist für Sie ein persönliches Vorbild?

Für mich persönlich ist es der Dalai Lama.

Wann bereitet Ihnen Ihre Berufstätigkeit Bauchschmerzen?

Das ist immer dann der Fall, wenn Menschen nicht ziel- und problemlösungsorientiert arbeiten.

Was macht Ihnen Angst?

Wenn aus mangelndem Interesse an offenem Dialog und fehlender Bereitschaft, offen auf andere zuzugehen, manchmal gefährliche Konflikte entstehen.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an Ihren Mitarbeitern am meisten?

Zu den wichtigsten Eigenschaften zähle ich selbstverantwortliches Handeln, Teamgeist und die Identifikation mit der Mainau.

Welche persönliche Freiheit vermissen Sie am meisten?

Wenn ich eine bestimmte Rolle habe, zum Beispiel im Beruf oder mit Ehrenämtern, kann ich meine Zeit nicht mehr ganz frei einteilen. Ich empfinde das allerdings als normal und genieße dabei die Freiheit, Dinge gestalten zu können.

Ihre größte Tugend?

Ich behaupte von mir, dass ich unvoreingenommen an Dinge herangehe.

Ihr größtes Laster?

Definitiv Schokolade.

Ihr Lieblingsfilm?

Das ist der Film „Shoppen“, ein deutscher Film zum Thema Speed-Dating. Er ist sehr lustig und es spielen tolle junge Schauspieler mit.

Ihr Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsbuch ist ein Buch des Dalai Lama: Das Buch der Menschlichkeit.

Ihr Lieblingslied von den Beatles?

All My Loving.

Welches Ziel möchten Sie unbedingt noch erreichen?

Es ist wohl eher ein ständiger Prozess: Auf dem Weg zur persönlichen Balance jeden Tag ein Stückchen weiterkommen.

(Notiert von Askin Bulut)

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