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September 2017: Göran Schwind - Geschäftsführer von GGS Management GmbH

Er ist jung, dynamisch, kennt sich bestens in der Busbranche aus und weiß genau, worauf es in diesem Sektor ankommt: Göran Schwind, 39 Jahre alt, geschäftstüchtig, getrieben vom Gründergeist, Start-up-erfahren, Geschäftsführer und Inhaber. Er kennt die Ziele, Aufgaben und Probleme vieler Busunternehmer und bietet mit seinem im Februar 2016 gegründeten Unternehmen GGS Management GmbH (GGS steht für Göran und Gerrit Schwind) in Berlin ein Dienstleistungspaket für die Bus- und Verkehrsbranche, das ein breites Spektrum an Leistungen aus dem Online- und Marketingbereich sowie Unternehmensberatung & Coaching umfasst.

Im Fernbusbereich dürfte Göran Schwind vielen Busunternehmern bekannt sein, doch dazu später mehr. Seine Karriere im Bus- und Verkehrssektor begann bereits nach dem Abitur mit seiner kaufmännischen Ausbildung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Im Anschluss daran studierte Schwind Betriebswirtschaft und arbeitete neben seinem Studium weiterhin für die BVG. Insgesamt war er 14 Jahre lang bei der BVG beschäftigt, zuletzt als Leiter Geschäftsentwicklung mit dem Aufgabenschwerpunkt Strategieentwicklung. Was genau ist darunter zu verstehen? Die heutige Imagekampagne der Berliner Verkehrsbetriebe und das ganze Marketing dahinter sei damals von ihm und seinem Team strategisch angeschoben worden, so Schwind. Darüber hinaus gehörte auch das Vertragsmanagement mit dem Land Berlin zu seinem Verantwortungsbereich. Dabei habe er den Vertrag mit dem Land Berlin größtenteils mitgestaltet. „Ich habe gemeinsam mit meinem Team Top-Projekte wie zum Beispiel Infrastruktur- und Marketingprojekte für den Vorstand mitbegleitet.“ In dieser Zeit hat Göran Schwind dann auch Torben Greve – einer der Mitbegründer und Geschäftsführer von Mein-Fernbus – kennengelernt. Damals war Greve noch als Unternehmensberater u.a. für die BVG tätig. Als dann das Projekt „Mein-Fernbus“ ins Leben gerufen wurde, erinnerte sich Torben Greve an den ebenso jungen und ambitionierten Schwind und holte ihn mit ins Boot der Fernbuspioniere. „Nach 14 Jahren bei der BVG sagte ich mir dann: jetzt oder nie! Das ist die Gelegenheit, etwas Neues zu machen. Diesen Schritt habe ich gewagt und mich zum Start-up begeben.

 

Größte Herausforderung: Neue Zielgruppen erschließen

Bereut hat er seine Entscheidung nicht. Ganz im Gegenteil. Gepackt vom Gründungsfieber leistete Schwind seinen Beitrag als leitender Angestellter dazu, Mein-Fernbus groß zu machen. Auch den Übergang zu Flixbus hat der Jungunternehmer noch mitgestaltet. Hier war er in erster Linie für das Partnermanagement zuständig und baute das Busunternehmernetzwerk weiter aus. „Ich habe alle Partner akquiriert, betreut, die Verträge gestaltet und war Ansprechpartner für die Unternehmer“, beschreibt Schwind seine damalige Tätigkeit. So habe er Busunternehmer kennen- und schätzen gelernt. „Ich war sehr beeindruckt von der Zusammenarbeit. Dadurch hatte ich die Gelegenheit, mich mit ihnen und ihrem Geschäftsmodell näher auseinander zu setzen“, sagt er. Dabei habe er festgestellt, wo in den Unternehmen die Defizite liegen. Von den Themen Marketing und Softwareentwicklung seien nach Schwinds Auffassung viele noch relativ weit weg. Seiner Meinung nach gäbe es nur wenige Unternehmer, denen es bewusst sei, dass sie einen sehr großen Bedarf hätten und sie sich dringend verändern müssten, weil ihnen die Stammkundschaft nach und nach „wegstirbt“. Die größte Herausforderung dabei sei es, neue Zielgruppen zu erschließen. Dabei spielt das Marketing eine wesentliche Rolle. Zu wenige Busunternehmer seien aber bereit, diese Problematik konsequent anzupacken. „Sei es, weil sie nicht so recht wissen, was der richtige Weg ist, wie sie an die Sache herangehen sollen, weil sie gar nicht die Leute dafür haben, oder aber, wenn sie sich dazu entschlossen haben, sich Unterstützung zu holen, sie nicht wissen, an wen sie sich überhaupt wenden sollen“, erläutert Schwind das Dilemma, in der sich die Branche befindet. Und genau hier kommt sein Unternehmen ins Spiel.

 

Starke lokale Marke aufbauen und eine Nische finden

Die Firma GGS Management besteht aus vier Geschäftsfeldern: Der Buspartner, Büropartner, Ihr Fahrschulbüro (IFP) und Kreativpartner. Das Unternehmen führt Göran Schwind gemeinsam mit seinem Bruder. Mit dem Geschäftsfeld „Der Buspartner“ bietet Schwind Busunternehmern Dienstleistungen an, die sie dabei unterstützen sollen, sich besser aufzustellen. „Dabei agiere ich so, als wäre ich die IT- oder Marketingabteilung des Busunternehmens“, so Schwind. Bei seinen Kunden achtet er besonders darauf, dass diese nicht in direkter Konkurrenz zueinander stehen (örtliche Nähe z.B.). „Busunternehmer können auf Top-Ressourcen in den Bereichen Webauftritte und Marketing zurückgreifen, ohne aber so viel Geld ausgeben zu müssen, wie für eine klassische Agentur, die ja dann oftmals auch nicht branchenaffin ist“, beschreibt er die Vorteile seines Unternehmens. „Wir sind keine klassische Web- und Werbeagentur, sondern Spezialist für die Branche“, betont Schwind. Auch mit einem kleinen Budget könne man durchaus einiges in Bewegung setzen, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Entscheidend dafür sei eine erfolgsversprechende Idee. D.h. beispielsweise eine Nische oder Zielgruppe rauspicken und dazu eine gute Geschichte erzählen und diese dann auch promoten. „Wir möchten für den Busunternehmer was bewegen. Wichtig ist, dass der Unternehmer weiß, warum er auf uns zukommt, was er verändern will und dafür auch konsequent offen ist. Ihm muss auch bewusst sein, dass er als Unternehmer aktiv mitarbeiten muss, damit die Vorschläge, die wir erarbeiten, auch umgesetzt werden. Der Wille muss da sein, den Weg konsequent zu gehen“, resümiert Schwind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Seine Message an die Busunternehmer lautet: „Verschließen Sie nicht die Augen, denken Sie über Partnerschaften nach, spezialisieren Sie sich, Gehen Sie in eine Nische, arbeiten Sie an einer starken lokalen Marke, weil sich das Geschäft konsolidieren wird, Plattformen und neue Mobilitätsanbieter werden immer stärker. Man kann nur bestehen, wenn man eine starke regionale Marke ist. Orientieren Sie sich an Ihren Kunden!“

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