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Der busblickpunkt Bus(ch)funk

askin bulut

Askin Bulut beleuchtet in dieser monatlich erscheinenden Rubrik
Relevantes vor und hinter den Kulissen der Bus-Branche.
Sie ist seit 2016 Chefredakteurin des Bus Blickpunkts
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In Halle 25 auf der ITB im März in Berlin traf ich Thomas Schumann. Das letzte Mal hatten wir im Oktober 2013 über ihn berichtet. Es ging um den Abschluss seines Gerichtsverfahrens. Der damals 50-Jährige hatte wegen Finanznot seines Unternehmens „Schumann Reisen“ Hotels und Kunden um ihr Geld betrogen. 20 Monate wegen Betrugs und Untreue lautete das Urteil. Die Haftstrafe trat er am 16. Dezember 2013 in der Justizvollzugsanstalt Tonna an und wurde im Mai 2014 Freigänger. Auf Beschluss des Landgerichts Mühlhausen wurde seine Haftstrafe, nachdem die Hälfte verbüßt war, ab 15. Oktober 2014 zur Bewährung ausgesetzt.

Ja, fast hätte ich gar nicht gewusst, was ich diesmal im bus(ch)funk schreiben soll. Da kam mir eine Mail von MAN zu Hilfe. Sie nahm Bezug auf den Fakt, der vor einem Monat an dieser Stelle zu lesen war: „MAN stellt auf dem RDA-Workshop 2015 in Köln nicht aus.“ Die Reaktion von MAN darauf ist so schön, dass ich diese Antwort hier zur Gänze wiedergeben will. Alwin Berti, Marketing- und Kommunikationsleiter bei der MAN Truck & Bus Deutschland, schrieb:

Man glaubt`s kaum. Deswegen zur Wiederholung noch einmal: MAN stellt auf dem RDA-Workshop 2015 in Köln nicht aus. So jedenfalls vermeldet es der Buschfunk aus ziemlich verlässlicher Quelle. Dass unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns – VW hat MAN gekauft – die Prioritäten neu gesetzt werden, war bereits bei der Schließung der Busproduktion am Standort Plauen zu erleben. Das Flaggschiff Neoplan Starliner wurde aus dem Portfolio von MAN gestrichen. Nun hat der Kostendruck offenbar auch die Messepräsentationen erreicht. MAN gehörte zu den größten Ausstellern auf dem RDA-Workshop.

Manchmal glaubt man gar nicht, was das gedruckte Wort so alles auslösen kann. Da gab es zum Beispiel im Januar 2010 einen Tag des Bustourismus auf der Messe CMT in Stuttgart. Das Thema hieß Klassenfahrten. Und wie man es sich von einer schönen Diskussion nur wünschen kann, ging es ordentlich hin und her. Ein Lehrer auf dem Podium, den Namen erwähne ich lieber nicht noch einmal, rollte dort die Bombe über den Tisch: „Wenn ich eine Klasse habe, in der das Kind eines Rechtsanwalts ist, würde ich versuchen, nicht auf Klassenfahrt zu gehen – oder ich würde dafür sorgen, dass dieses Kind nicht mitfährt.“

Wer hätte gedacht, dass die Bahn einmal zum Steigbügelhalter des Fernbusgeschäfts werden würde? Der Lokführerstreik im November machte es möglich. GDL-Chef Claus Weselsky wurde von Sixt zum Mitarbeiter des Monats gekürt und auch die Fernbusse haben ihm einen Hype zu verdanken. Für Bahn und GDL ist die Kuh noch lange nicht vom Eis. Durchaus möglich, dass schon das neue Jahr dem deutschen Fernbusgeschäft kurz nach Silvester einen zweiten Hype beschert.

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