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Der busblickpunkt Bus(ch)funk

askin bulut

Askin Bulut beleuchtet in dieser monatlich erscheinenden Rubrik
Relevantes vor und hinter den Kulissen der Bus-Branche.
Sie ist seit 2016 Chefredakteurin des Bus Blickpunkts
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Im Landkreis Nienburg (Niedersachsen) tobt ein Kleinkrieg. Grund dafür ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung des Nahverkehrs. Der französische Konzern Transdev erhielt den Zuschlag. Und nun bekriegen sich die Subunternehmern, die ab 01. August 2017 für Transdev fahren, und die ortsansässigen Busunternehmern, die als Verlierer aus dieser Ausschreibung herausgegangen sind. Die Rede ist von Schikane, Stimmungsmache gegen die Neuen in Nienburg. Man lege ihnen Steine in den Weg, damit sie sich in Nienburg nicht allzu wohl fühlten. Das zumindest behaupten Florian Enders, Geschäftsführer von Enders Busbetrieb in Hannover, und Sandro Bohm, Omnibusbetrieb Schniering in Diepenau.

Helene Fischer stand zwar nicht auf der Bühne, doch ansonsten hatte die Show zur Präsentation der neuen Tourismo-Baureihe von Mercedes-Benz Ende Juni in Brüssel alle Attribute atemloser Bühnenevents: große Töne, viel Licht, viel Nebel. Nur die meterhohen Flammwerfer fehlten. Ich bin sicher, beides, Frau Fischer und die Flammwerfer, werden wir auch noch erleben. Im Bühnenlicht erstrahlte der neue Tourismo. Im Bühnennebel ging das bisherige Flaggschiff der Reisebusse mit dem Stern, der Travego, unter.

Die Anwaltskanzlei BBG und Partner ist in Bremen ansässig. Sie berät Landkreise und ÖPNV-Aufgabenträger bei Ausschreibungen von Omnibusverkehren. Diese Bratungstätigkeit hatte jüngst offensichtlich auch zur Folge, dass der Konzern Transdev aus Frankreich eine europaweite Ausschreibung im Landkreis Nienburg/Weser gewann. Transdev bekam mehrere Buslinien zugesprochen. Fünf heimische Busunternehmen gingen leer aus und verloren ihre Linien an die Franzosen: Brinkmann, Langreder, Block, Emme und Berghorn.

„Damit mittelständische Unternehmen auch weiterhin diese (ihre – die Red.) Schlüsselfunktion in unserem Wirtschaftsmodell einnehmen können, stellt das Bundeswirtschaftsministerium sie ins Zentrum seiner Wirtschaftspolitik. Mit seiner modernen Mittelstandspolitik verbessert das Bundeswirtschaftsministerium Rahmenbedingungen für Unternehmertum, wirbt für ein gründer- und unternehmerfreundliches Klima und setzt Anreize für eine langfristig erfolgreiche unternehmerische Betätigung.“ Nachzulesen auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums.

Skandal, das Wort trifft´s genau, bei dem kommunalen Bus-Versicherer HDN und seiner Schwesterfirma HDNA aus Bochum. Der Vorstandsvorsitzende Jörg Fleck und sein Stellvertreter Dirk Fimpeler wurden „aufgrund der vorliegenden Tatsachen und zur Abwendung weiteren Schadens …“, wie es in einem Schreiben des Aufsichtsrats an die Mitglieder heißt, „fristlos aus allen ihren Funktionen und Dienstverhältnissen entlassen“. Die Rede ist von Unregelmäßigkeiten bei Reisekosten und Spesen.

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